Bis vor wenigen Jahren wurde die zukünftige Nachhaltigkeitsplanung entweder ignoriert oder verschleppt, um Änderungen aktueller Geschäftspraktiken hinauszuzögern. Die unklare Definition des Wortes „nachhaltig“ ist eine Belastung, der sich viele nicht stellen wollen, oder aber Unternehmen stellen sich selbst als nachhaltig dar, bieten jedoch wenig bis gar keine Belege für ihre Behauptungen. Fazit: Wenn Sie sich noch keine Gedanken über die Auswirkungen Ihres Unternehmens auf das Klima machen, haben Sie einen Wettbewerbsnachteil.
2030 ist nicht mehr weit. Uns bleibt weniger als ein Jahrzehnt, um das 2030-Ziel des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen (IPCC) zu erreichen, das eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 45% vorsieht, und um bis 2050 Net Zero zu erreichen. Globale Standards für Nachhaltigkeitsberichte und Vorschriften zur Offenlegung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekten (ESG) kommen, und die Folgen, die mit der Nichteinhaltung verbunden sind, könnten sich nachteilig auf das Unternehmensergebnis auswirken.
Da Investoren nicht mehr nur die Rentabilität eines Unternehmens betrachten, wird erwartet und in einigen Fällen sogar verlangt, dass Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen offenlegen, die klimabezogenen Risiken für ihr Geschäft verstehen und einen effektiven Plan zur Kohlenstoffreduzierung haben. Finanzinstitute schauen sich den ESG-Ansatz potenzieller Investitionen sehr viel genauer an. Ein kultureller Wandel hin zu nachhaltigen Finanzierungen ist zu beobachten, damit Kreditressourcen für positive Auswirkungen auf die Klimakrise genutzt werden können. Das mit dem Klimawandel verbundene Risiko von Unternehmen wird nun zu einem entscheidenden Faktor dafür, ob es sich um eine rentable Investition handelt.
Mit anderen Worten: Das sprichwörtliche Rätsel ist gelöst. Die harte Realität in unserer fast schon post-pandemischen Welt ist, dass Maßnahmen zur Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes nicht mehr länger ein Randthema sein können. Alles an der Art und Weise, wie wir Geschäfte machen, hat sich geändert. Mitarbeitende kehren nur langsam zu einem physischen Arbeitsumfeld zurück, es gibt Bedenken hinsichtlich Personalengpässen, und Lieferunterbrechungen sind nach wie vor ein Thema. Unternehmen werden in so viele verschiedene Richtungen gezogen, dass es schwierig ist zu wissen, wo die Prioritäten liegen.
Die Erstellung und Umsetzung eines Plans zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes bei gleichzeitiger Überwindung dieser Hindernisse ist zweifellos eine große Herausforderung. Wir stehen am Anfang eines bedeutenden Wandels von Best Practices, die sich auf jeden Einzelnen, jede Gemeinschaft und jede Organisation auf der ganzen Welt auswirken werden. Wir müssen uns neu orientieren, unsere Anstrengungen neu kalibrieren und in gewisser Weise bei Null anfangen. Nachhaltigkeit mag in Ihrem Unternehmen an erster Stelle stehen oder auch nicht, aber jetzt ist es an der Zeit, eine Dekarbonisierungsstrategie zu entwickeln.
Die Frage ist nur, wie?
- Wie wird finanziert
- Wie wird entworfen
- Wie wird gebaut
- Wie werden Werte zugeordnet?
- Wie werden Qualifikationen verbessert und erhöht?
- Wie wird über verschiedenene Punkte der Wertschöpfungskette hinweg arbeitet
- Wie werden unbeabsichtigte Folgen vermieden
- Wie wird sich auf ESG-Vorschriften vorbereitet
Mit ein wenig Hilfe und Planung können wir die Bedenken beseitigen. Unsere anstehende Reihe „Tackling Decarbonization“ wird den Rahmen für die Überlegungen und Maßnahmen bilden, die im Zuge dieser Herausforderungen erforderlich sind.
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