Verschiedene Stati einer Zertifizierung

Erteilung einer Zertifizierung

Bei Erstzertifizierungen, Erneuerungszertifizierungen oder Erweiterungszertifizierungen wird vor der Entscheidung über deren Erteilung zunächst eine Zertifizierungsprüfung durchgeführt, wenn:

  • die Informationen aus dem erforderlichen Audit im Hinblick auf die Anforderungen und dem Anwendungsbereich der Zertifizierung in ausreichendem Maße vorliegen
  • alle erheblichen Nonkonformitäten Nicht Konformitäten oder Abweichungen behoben worden sind, und
  • der Plan für Berichtigungen und Korrekturmaßnahmen aller ausstehenden geringfügigen Nonkonformitäten geprüft und angenommen worden ist.

Zur Aufrechterhaltung seiner der Zertifizierung muss ein Kunde auch weiterhin die Anforderungen der Managementsystemnorm und die Servicebedingungen für eine Zertifizierung von BSI erfüllen.


Verweigerung einer Zertifizierung

BSI hat das Recht, einen Antrag auf Zertifizierung oder die Ausstellung eines Zertifikates bzw. eines Dokumentes, das die Konformität mit Gesetzen, Normen, Bestimmungen oder Systemregeln bescheinigt, abzulehnen. Dies ist der Fall, wenn

  • nach angemessener Beurteilung durch BSI ein Kunde die Anforderungen der maßgeblichen Gesetze, Normen, Bestimmungen oder Systemregeln nicht erfüllt, 
  • oder wenn er die aus dem Vertrag resultierenden Verpflichtungen nicht erfüllt, 
  • oder wenn er die Dienstleistung von BSI in einer irreführenden bzw. für BSI rufschädigenden Art und Weise nutzt.

Aussetzung einer Zertifizierung

Bei Kunden, die bereits zertifiziert sind, kann diese in den folgenden Fällen ausgesetzt werden:

  • Das zertifizierte Managementsystem des Kunden erfüllt dauerhaft bzw. in schwerwiegendem Maße nicht die Zertifizierungsanforderungen, einschließlich der Anforderungen, die sich auf die Wirksamkeit des Managementsystems beziehen.
  • Ein zertifizierter Kunde erlaubt nicht die Durchführung von Überwachungs- oder Rezertifizierungsaudits in den geforderten Intervallen.
  • Ein zertifizierter Kunde bittet freiwillig um Aussetzung.

Mit dem Zeitpunkt der Aussetzung ist die Zertifizierung des Managementsystems des Kunden vorübergehend außer Kraft gesetzt. Die Aussetzung der Zertifizierung erlischt in dem Moment, in dem die Ursache, die zu dieser Aussetzung geführt hat, behoben wurde. Werden die Ursachen, die zu einer Aussetzung geführt haben, nicht innerhalb einer festgelegten Frist behoben, wird die Zertifizierung zurückgezogen oder ihr Anwendungsbereich eingeschränkt.


Zurückziehung einer Zertifizierung

Eine Zertifizierung kann beispielsweise in folgenden Fällen zurückgezogen werden:

  • Ein Kunde schafft es nicht, die Ursachen, die zu einer Aussetzung geführt haben, innerhalb einer festgelegten Frist zu beheben.
  • Ein Kunde verstößt gegen die Servicebedingungen für eine Zertifizierung von BSI (z. B. Nonkonformitäten werden nicht behoben; es werden keine laufenden Audittermine akzeptiert;Testfehler bei Produktzertifizierungen, etc.)•
  • Ein Kunde stellt die Lieferung von Produkten und Dienstleistungen innerhalb des Anwendungsbereichs der Zertifizierung, für die er freiwillig um Zurückziehung bittet, ein.

Einschränkung des Anwendungsbereichs einer Zertifizierung

Der Anwendungsbereich einer Zertifizierung kann in den folgenden Beispielfällen eingeschränkt werden:

  • Ein Kunde stellt die Lieferung eines Teils der Produkte und Dienstleistungen innerhalb des Anwendungsbereichs der Zertifizierung ein.
  • Ein Kunde schafft es nicht, die Ursachen, die zu einer Aussetzung der Zertifizierung geführt haben, innerhalb einer festgelegten Frist zu beheben. Dies führt zu einer Einschränkung des Anwendungsbereichs der Zertifizierung, insofern nur ein Teil des Anwendungsbereichs davon betroffen ist.