Richtlinie für ortsbewegliche Druckgeräte - 1999/36/EG

Die Richtlinie gilt für das Inverkehrbringen von ortsbeweglichen Druckgefäßen und gegebenenfalls ihrer Ventile und anderen Zubehörteile. Sie gilt für das Design, die Herstellung, Konformitätsprüfung und regelmäßige Neuevaluierung von ortsbeweglichen Zylindern, Röhren, kryogenen Behältern und Behältern für den Transport von Gasen sowie Cyanwasserstoff, Flourwasserstoff und Flusssäure.

Sie gilt auch für verbundene Ventile und umfasst sowohl nachfüllbare und nicht-nachfüllbare Zylinder und gilt für bestehende Anlagen und für neue Anlagen, die seit dem 1. Juli 2001 eingeführt worden sind. Bestehende Anlagen werden während der regelmäßigen Prüfungen auf Konformität geprüft. Es besteht eine spezielle Liste mit Ausnahmen von dieser Richtlinie.


Welche Produkte testen wir?

Typische Beispiele für Druckgeräte, die unter die Richtlinie fallen, und welche BSI testet, sind:

  • Brenngasflaschen
  • Schweißgasflaschen
  • Tankwagen für den Transport von komprimierten Gasen
  • Batteriefahrzeuge mit Flaschenbündeln, die durch einen Verteiler verbunden sind
  • Containerisierte Behältnisse für komprimierte Gase
  • Zylinder, die in Rettungsflöße und Rettungswesten eingebaut sind
  • Behältnisse für kryogen gekühlte Gase

Druckbehälter und Apparate, die für nicht-transportbezogene Anwendungen eingesetzt werden, werden in der Regel stattdessen in den Anwendungsbereich der Druckgeräteverordnung 97/23/EG fallen.Geräte, die vor dem 1. Juli 2001 auf den Markt gebracht wurden, benötigen keine anfängliche Konformitätsprüfung, müssen jedoch zum Zeitpunkt ihrer wiederkehrenden Prüfung gemäß den Vorschriften des ADR, wie Sie in den Verpackungsvorschriften P200 des ADR definiert werden und in Abhängigkeit vom Gas, welches transportiert wird, neu bewertet werden. Andere spezifische Ausnahmen sind:

  • Gefäße für ungefährliche Gase unter 2 bar
  • Gefäße, die in Fahrzeugen für deren Betrieb eingebaut werden
  • Gefäße für druckbehandelte Lebensmittel oder kohlensäurehaltige Getränke
  • Gefäße, die nicht für die Arbeit verwendet werden
  • Aerosolbehälter, die in den Anwendungsbereich von 75/324/EG fallen
  • Gas-Kartuschen
  • Feuerzeuge und Nachfüllung
  • Kühlschränke mit weniger als 12 kg Kühlmittel
  • Unter gewissen Bedingungen Stoßdämpfer und Druckgasfedern mit einem Volumen von weniger als 1,6 Litern und einem Produkt aus Druck und Volumen von weniger als 80 bar*Liter
  • CO2-Sparklets mit begrenztem Druck und Größe (Ausnahmeregelung 584)
  • Drucklose Flaschen mit bestimmten inerten kryogenen Gasen für das Kühlen von medizinischen und biologischen Proben
  • Feuerlöscher (die unter die Druckgeräteverordnung fallen)
  • Gefäße, die hauptsächlich entworfen wurden, um aufgrund von anderen Funktionen als der Eindämmung von Druck, Kräften zu widerstehen
  • Gasflaschen für Atemschutzgeräte (die von der Druckgeräteverordnung erfasst werden)

Vorteile der Erfüllung der Richtlinie

Die Richtlinie für ortsbewegliche Druckgeräte gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, welche die ADR (Europäische Übereinkunft über die internationale Beförderung gefährlicher Güter) umsetzen.

Zweck der Richtlinie ist die Schaffung eines rechtlichen Rahmens, in dem Druckgeräte, die unter Druck transportiert werden sollen, in der Europäischen Gemeinschaft hergestellt und verkauft und verwendet werden können, ohne in jedem Mitgliedstaat das örtliche Zulassungsverfahren durchlaufen zu müssen und zwischen EU-Mitgliedstaaten und darüber hinaus transportiert werden können.