British Standard Institution – Unsere Geschichte

Wir gehören zu den Pionieren der Normenbewegung und tragen ständig zu ihrer Weiterentwicklung bei – damit Ihr Unternehmen die besten Ergebnisse erzielt – und zwar weltweit.


1901-1914 Wie alles begann

Sir John Wolfe-Barry, der Designer der Tower Bridge in London, gründete BSI im Jahr 1901 als erste nationale Normungsorganisation. Ergebnis der ersten Sitzung des Engineering Standards Committee (so der damalige Name): Die Anzahl der unterschiedlichen Größen im Bereich Baustahl sank von 175 auf 113 – die Normung nahm ihren Lauf.

Um Käufern einen definierten Standard anbieten zu können, entstand 1903 das Kennzeichen „British Standard“ ‒ es wurde später als Kitemark bekannt. Auf Straßenbahnschienen angewendet, verringerte sich die Anzahl der Spurweiten rasch von 75 auf 5.


1914 – 1945 Die Normung nimmt zu

Im Ersten Weltkrieg wurden die British Standards bereits von der Admiralität, von vielen britischen Ministerien und Regierungen der damaligen Kolonien genutzt.

In den 1920er Jahren breitete sich die Normung nach Kanada, Australien, Südafrika und Neuseeland aus. Auch in den USA und in Deutschland entflammte das Interesse.

Am 22. April 1929 wurde dem Unternehmen eine Royal Charter erteilt, eine königliche Satzung. Durch eine ergänzende Charter wurde 1931 der Name British Standards Institution festgelegt – bis heute unverändert gültig.

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurde die Arbeit an den regulären Normen eingestellt. Die Anstrengungen konzentrierten sich jetzt auf Kriegsnotnormen, von denen insgesamt über 400 erstellt wurden. 1942 ernannte die britische Regierung BSI zur einzigen Organisation, die nationale Normen auflegen durfte.


1946 – 1975 Internationale Konsolidierung und Verbraucherinteressen

1946 fand in London die erste Commonwealth Standards Conference statt, organisiert von BSI. Die Konferenz führte zur Gründung der International Organization for Standardization (ISO).

1951 wurde das Women’s Advisory Committee gegründet, das sich mit Normen für Haushaltsprodukte befasste. Es war der Vorläufer eines Gremiums, das die Interessensvertretung der Endverbraucher in allen technischen Komitees für Verbraucherprodukte regelt.

Um Verbrauchern bessere Orientierung zu bieten, wurde das Kitemark in den 1950ern auf immer mehr Produktbereiche angewandt – ab 1953 zum Beispiel auf britische Möbel, Schnellkochtöpfe und Motorradhelme.

Und die Normung erfasste auch andere Bereiche: die Kernenergie und den Tiertransport in der Luft, Prüfverfahren für Luftverschmutzung sowie Sicherheitsfarben für den Einsatz in Industrie, Schulen und bei Büromöbeln.

1959 wurde das Testcenter in Hemel Hempstead nordwestlich von London eröffnet. Hier wurden zum Beispiel Sicherheitsgurte und Motorradhelme getestet, denn sie mussten nun zwingend mit dem Kitemark versehen sein.


1975 – 1997 Normen für Managementsysteme

1979 veröffentlichten wir die weltweit erste Norm für Managementsysteme, BS 5750. 1987 wurde die Norm von der internationalen ISO 9000-Serie ersetzt, die vom BS 5750 inspiriert war. Bis einschließlich 2009 wurden in 178 Ländern und Wirtschaftsgebieten mehr als 1 Million ISO 9001-Zertifikate ausgestellt.

Der erfolgreichen Tradition des BS 5750 folgend, veröffentlichten wir 1992 die weltweit erste Norm für Umweltmanagementsysteme, BS 7750. Der internationale Nachfolger, die ISO 14001, wurde 1996 publiziert. Die Norm wurde schnell von den Unternehmen angenommen: Innerhalb von 13 Jahren wurden weltweit über 220.000 Zertifikate nach ISO 14001:2004 erteilt.

BSI expandierte auch international. 1991 wurde in Reston, Virginia, BSI Americas gegründet. Der erste asiatische Standort eröffnete 1995 in Hongkong.


Seit 1998 Weltweites Wachstum

1998 wurde BSI global und übernahm folgende Unternehmen:

  • CEEM, ein führender amerikanischer Anbieter von Schulungs- und Publikationsdienstleistungen für Managementsysteme 
  • International Standards Certification Pte Ltd, eine in Singapur ansässige Zertifizierungsstelle

Im Januar 2002 wurde die ISO-Registrierungsstelle von KPMG in Nordamerika übernommen, wodurch BSI zur größten Zertifizierungsstelle in Nordamerika wurde. 2003 übernahm BSI 100 Prozent von BSI Pacific Ltd, um den Zertifizierungsmarkt im chinesischen Raum noch besser zu durchdringen.

BSI erwarb auch einen Anteil von 49 Prozent an British Standards Publishing Limited (BSPL) und schloss einen neuen Vertrag zu Vertrieb, Distribution und Lizenzierung. Damit konnten wir unsere Position in Großbritannien und weltweit weiter ausbauen.

Im Jahr 2003 feierten wir das 100-jährige Jubiläum von Kitemark – und die Ernennung zur Superbrand im B2B-Sektor.

2004 erwarb die BSI Group das Zertifizierungsgeschäft von KPMG in den Niederlanden, um Unternehmen in der Benelux-Region und im übrigen Festland-Europa vielfältigere Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2006 erwarb BSI:

  • das deutsche Zertifizierungsunternehmen NIS ZERT
  • Entropy International Ltd, einen der weltweit führenden Anbieter von Softwarelösungen für Leistung und Nachhaltigkeit
  • Benchmark Certification Pty Ltd, die zweitgrößte Zertifizierungsstelle in Australien
  • das Geschäft von Greenall Barnard Associates Ltd unter dem Namen ASI-QS – ein in Großbritannien ansässiges Unternehmen, spezialisiert auf Schulung und Implementierung von Six Sigma

2008 erhielt das BSI-Kitemark eigenständig den Status einer Superbrand.

Im April 2009 erwarb BSI die Supply Chain Security Division von First Advantage Corporation, USA, bevor im Mai die Übernahme der italienischen Certification International S.r.l. folgte. Im August kam EUROCAT hinzu, ein deutsches Unternehmen für Tests und Zertifizierungen im Gesundheitswesen.

2010 eröffnete BSI neue Standorte in Katar und Saudi-Arabien. Im März übernahm BSI die Gas-Zertifizierungsstelle GLCS, die führende Zertifizierungsstelle für Verbrauchergeräte in der Gasversorgung in Großbritannien. Ende des Jahres übernahm BSI das italienische Zertifizierungsgeschäft von BS Services Italia S.r.l. (BSS), um die Position auf dem drittgrößten Zertifizierungsmarkt für Managementsysteme weltweit zu stärken. Hinzu kam Systems Management Indonesia (SMI), um die Dienstleistungskapazität für asiatische Kunden zu erhöhen.

Durch diese strategischen Übernahmen und durch mehr als ein Jahrhundert Wachstum können wir unseren Kunden jetzt ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen anbieten. Und damit unterstützen wir Sie gerne dabei, ihre Leistung zu steigern und ihre Position im globalen Wettbewerb auszubauen.