Atemschutzgeräte, Gehör- und Augenschutz

Überprüfung von Beatmungsgeräten

Beatmungsgeräte müssen vor Erhalt des CE-Zeichens eine Überprüfung durch eine Benannte Stelle ablegen. Sollte ein Beatmungsgerät in einen Helm, einen Augen- oder Gehörschutz eingebaut sein, bietet BSI ein kombiniertes Paket für Zertifizierungen und Überprüfungen an. Auch für Produkte, die über elektronische Funktionen verfügen, bietet BSI umfassende Leistungen hinsichtlich Sicherheitsüberprüfungen der Elektronik an.

BSI-Tests beinhalten üblicherweise die Überprüfung von:

  • Atemwiderstand
  • Filterdurchlass (feste Stoffe)
  • Filterdurchlass (flüssige Stoffe)
  • Nach innen gerichteten Leckage
  • CO2-Bildung
  • Entflammbarkeit
  • Staubfilter
  • Sichtfeld
  • Mechanische Stärke
  • Praktische Leistungsüberprüfung

Produktstandards für Beatmungsgeräte

BS EN 140: 1999
Halb/Viertelmasken
BS EN 14387: 2004
Gasfilter und kombinierte Filter
BS EN 143: 2000
Partikelfilter
BS EN 149: 2001
Partikelfilter-Halbmasken
BS EN 12941: 1999
Stromversorgte Anzüge und Helme
BS EN 12942: 1999
Gebläsefiltergeräte mit Voll-/Halbmasken
BS EN 405: 2002
Filtrierende Halbmasken mit Ventilen
BS EN 136: 1998
Vollmasken - Klasse 1, 2, or 3
BS EN 137: 2006
Unabhängiges Beatmungsgerät
BS EN 138: 1994
Frischluftschlauch für Verwendung mit einer Gesichtsmaske
BS EN 14594: 2005
Beatmungsgerät mit Kompressionsluft
BS EN 402: 2003
Unabhängiges Beatmungsgerät mit Fluchtmaske
BS EN 1146: 2005
Unabhängiges Beatmungsgerät mit Kompressionsluft und Fluchthaube

Gehörschutz

In vielen Branchen ist eine hohe Lautstärke in der Arbeitsumgebung gegeben und auch im persönlichen Leben ist man einer hohen Geräuschbelastung ausgesetzt: Ob Bauarbeiter auf der Baustelle, Tontaubenschießen auf dem Land oder DJ in einem Club - welcher Art auch immer, Lärmbelastungen können mit der Zeit schlimme Auswirkungen auf eine Person haben.  Die Richtlinie zur Kontrolle von Lärmbelastungen am Arbeitsplatz von 2005 legt die Grenze, ab der sich Mitarbeiter gegen Lärm schützen müssen, auf 85 Dezibel fest (durchschnittliche/tägliche Belastung). 

Aktuell liegt die Grenze, ab der ein Arbeitgeber eine Risikobewertung durchführen und Informationen sowie Schulungen anbieten muss, bei 80 Dezibel. Die Höchstgrenze liegt bei 87 Dezibel (unter Verwendung von Gehörschutz) - einer Lautstärke dieser Höhe dürfen Arbeitnehmer nicht ausgesetzt werden.

BS EN 352 – 1: 2002
Ohrschützer
BS EN 352 – 2: 2002
Ohrstöpsel
BS EN 352 – 3: 2002
Ohrschützer an Sicherheitshelmen
BS EN 352 – 4: 2001
Pegelabhängige Kapselgehörschütze
BS EN 352 – 5: 2002
Ohrschützer mit aktiver Lärmverringerung
BS EN 352 – 6: 2002
Gehörschutz mit Kommunikationseinrichtung
BS EN 352 –7: 2002
Pegelabhängige Gehörschutzstöpsel

Augenschutz

Augenschutz wird sowohl im Arbeitsbereich als auch persönlichen Leben verwendet. In den meisten Fällen bildet der Augenschutz einen Teil des Kopfschutzes. Viele dieser Kombinationssysteme bieten auch viel mehr als nur Augenschutz. Sie schützen das gesamte Gesicht bei Sturzschäden und vor Funken, Splittern oder Teile geschmolzener Metalle oder elektrischen Lichtbögen.

Die Richtlinie für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) (89/686/EEC) als Grundlage für die Vergabe eines CE-Zeichens gibt Unterteilungen für Augenschutz vor und vergibt Klassen in Abhängigkeit des geleisteten Schutzes. Im Fall von EN 166:2002 wird ein Hinweis in Form einer langen Nummer auf dem Produkt angebracht, sodass der Käufer umgehend feststellen kann, ob er sich für den richtigen Augenschutz entscheidet. Normale verschreibungspflichtige Brillen können dem Träger keinen ausreichenden Schutz bieten.

Geschützt - Symbol - Produkte mit diesem Schutz:

Erhöhte Solidität - S - Brille
Niedrige Stoßenergie - F - Brille
Mittlere Stoßenergie B - Schutzbrille
Hohe Stoßenergie - A - Gesichtsvisier
Tropfen/Flüssige Spritzer - 3 - Schutzbrille/Gesichtsvisier
Große Staubpartikel - 4 - Schutzbrille
Gas und kleine Staubpartikel- 5 - Schutzbrillen
Lichtbögen bei Kurzschlüssen - 8 - Gesichtsvisier
Geschmolzenes Metall und heiße Stoffe - 9 - Gesichtsvisier

Standards für den Augenschutz

BS EN 166: 2002
Persönlicher Augenschutz
BS EN 169: 2002
Schweißerfilter
BS EN 170: 2002
UV-Filter
BS EN 171:2002
Infrarot-Filter
BE EN 172: 1995
Sonnenfilter für die Industrie
BS EN 175: 1997
Schweißerfilter und Gesichtsschutz
BS EN 1731: 1998
Gesichtsvisiere aus Drahtgeflecht
BS EN 1836: 1997
Sonnenbrillen und Sonnenfilter
BS 4110: 1999*
Visiere für Bediener eines Fahrzeugs
BS 5883: 1996
Schwimmbrillen
BS 7930-1 1998
Schlägersportarten - Augenschutz von Squash-Spielern