Niederspannungsrichtlinie

  • Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EC
  • Elektrogeräte(sicherheits-)verordnung 1994 (SI 1994/3260)
  • DTI-Leitfäden zur elektrischen Ausrüstung, Richtlinien des Vereinigten Königreichs (ref. URN 07/616)

Die Elektrogeräte(sicherheits-)verordnung bezieht sich auf sämtliche elektrische Geräte mit einer Spannung zwischen 50 und 1000 V AC sowie zwischen 75 und 1500 V DC. Stecker und Steckdosen werden von der Richtlinie für Stecker und Steckdosen abgedeckt. (Sicherheits-)Richtlinie 1994 (SI 1994 Nr. 1768). Die Niederspannungsrichtlinie bezieht sich im Großen und Ganzen auf Verbrauchs- und Produktionsgüter, die mit den genannten Spannungen eingesetzt werden. Darunter insbesondere elektrische Geräte, Lichtanlagen (inkl. Leuchtschaltgeräte), Schalt- und Kontrollsysteme, elektrische Verkabelungen, Gerätesteckvorrichtungen und Netzanschlussleitungen, Installationszubehör für Elektrik etc. Außerdem betroffen ist jegliches elektrisches Zubehör, das in andere Teile, wie Motoren und Transformatoren, eingebaut wird.

Die Richtlinie beschäftigt sich mit sämtlichen Risiken, die aus der Nutzung  elektrischer Geräte entstehen können. Das bezieht sich nicht ausschließlich auf Risiken bezüglich der Elektrik, sondern auch auf mechanisch und chemisch (wie insbesondere der Ausstoß gefährlicher Substanzen) bedingte Risiken, wie auch Gesundheitsrisiken aufgrund von Erschütterungen und Lärm. Auch ergonomische Aspekte werden berücksichtigt, insofern ergonomische Bedingungen für den Schutz vor Gefahren vonnöten sind, wie es in der Richtlinie angegeben wird. Die Niederspannungsrichtlinie besteht aus elf Sicherheitsvorgaben, in denen die grundlegenden Vorgaben dieser Richtlinie zusammengefasst werden.

Produkte müssen den Sicherheitsvorgaben der Niederspannungsrichtlinie entsprechen, wenn die betreffende Ausrüstung in Einklang mit einem harmonisierten Standard gefertigt wurde. Eine andere Möglichkeit für den Hersteller besteht darin, das Produkt in Einklang mit den grundlegenden Bedingungen (Sicherheitsvorgaben) der Niederspannungsrichtlinie herzustellen. Nur in diesem Fall müssen keine harmonisierten, internationalen Standards berücksichtigt werden. In so einem Fall wird allerdings nicht davon ausgegangen, dass das betreffende Produkt den Bestimmungen entspricht. Aus diesem Grund muss der Hersteller in der technischen Produktbeschreibung Angaben dazu machen, inwiefern das Produkt den Sicherheitsvorgaben der Richtlinie entspricht.

Bevor ein Produkt auf dem Markt kommt, müssen die folgenden Bedingungen erfüllt werden: 

  • Der Hersteller ist dazu verpflichtet, mithilfe einer technischen Dokumentation nachvollziehbar zu erläutern, inwiefern das Produkt den Sicherheitsvorgaben entspricht.
  • Außerdem ist der Hersteller oder sein eingetragener Vertreter dazu verpflichtet, eine Konformitätserklärung bereit zu stellen.
  • Der Hersteller oder sein eingetragener Vertreter muss außerdem ein CE-Zeichen   auf dem Produkt anbringen
Dienstleistungen bezüglich der Niederspannungsrichtlinie 
  • Unterstützung bei der Anwendbarkeit und Lückenlosigkeit von Standards bezüglich der Produkte
  • Kontrollen nach harmonisierten, internationalen, nationalen oder kundenspezifischen Vorgaben.
  • Begutachtung der Regelkonformität mit der Niederspannungsrichtlinie
  • Begutachtung der technischen Dokumentation
  • Berichterstellung einer benannten Stelle, wie in Artikel 11 der Niederspannungsrichtlinie vorgegeben.

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