Unsere Geschichte

1901 – 1914 Zu Anfang

Sir John Wolfe-Barry, der Designer der Tower Bridge in London, regte das Council of the Institution of Civil Engineers am 22. Januar 1901 an, ein Komitee zu gründen, das sich mit der Normung der Bereiche Eisen und Stahl befassen sollte.

Darauffolgend fand am 26. April 1901 die erste Sitzung des Engineering Standards Committee statt. Als Ergebnis wurde die Anzahl der unterschiedlichen Größen im Bereich Baustahl von 175 auf 113 verringert, die Normung war im Gang.

1903 führte die Notwendigkeit, den Käufern anzuzeigen, wann Waren „dem Standard entsprachen“ zur Erschaffung und Registrierung des Kennzeichens „British Standard“ ‒ es wurde später als Kitemark bekannt. Als es auf Straßenbahnschienen angewandt wurde, wurde die Anzahl der Spurweiten von 75 auf 5 verringert.

1914 – 1945 Die Normung nimmt zu

Im Ersten Weltkrieg wurden die British Standards von der Admiralität, dem War Office, dem Board of Trade, Lloyd's Register, dem Home Office, dem Road Board, dem London County Council und vielen Regierungen der damaligen Kolonien genutzt.

In den 1920er Jahren breitete sich die Normung nach Kanada, Australien, Südafrika und Neuseeland aus. Auch in den USA und in Deutschland entwickelte sich Interesse.

Am 22. April 1929 wurde dem Engineering Standards Committee (seit 1918 die British Engineering Standards Association) eine Royal Charter erteilt. Eine ergänzende Charter wurde 1931 erteilt, was den Namen schließlich zu „The British Standards Institution“ änderte.

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurde die normale Arbeit an den Normen eingestellt. Die Anstrengungen wurden darauf konzentriert, „Kriegsnotnormen“ zu erstellen, wobei BSI 1942 von der britischen Regierung offiziell als die einzige für das Erstellen nationaler Normen zuständige Organisation anerkannt wurde.

Von 1939 bis 1945 wurden über 400 Notnormen erstellt.

1946 – 1975 Internationale Verschmelzung und Verbraucherprobleme

1946 wurde die erste Commonwealth Standards Conference abgehalten. Sie fand in London statt und wurde von BSI organisiert. Die Konferenz führte zur Gründung der International Organization for Standardization (ISO).

Ende der 1950er und in den 1960er Jahren wurde der Markt mit Verbrauchsgütern überschwemmt, davon viele von zweifelhafter Qualität. Als Ergebnis wurde 1953 das Kitemark auf einheimische Möbel, Schnellkochtöpfe und Schutzhelme angewandt, um den Verbrauchern zu zeigen, ob die Produkte gut produziert waren.

Es wurden auch Normen für Themen wie die Prüfung der Luftverschmutzung, Sicherheit der Kernkraft, Sicherheitsfarben für den Einsatz in der Industrie, in Schulen und für Büromöbel sowie für den Lufttransport lebender Tiere veröffentlicht.

1951 wurde das Women’s Advisory Committee gegründet, es befasste sich mit Normen, die den Haushaltsverbraucher betreffen. Es war der Vorläufer des Consumer and Public Interest Network von heute, das die Vertretung der Verbraucher in allen technischen Komitees von BSI für Verbraucherprodukte koordiniert.

1959 wurde das Testhaus in Hemel Hempstead eröffnet, hier wurde Ausrüstung für den Export nach Kanada getestet, dies war der Beginn der Test- und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Die Vorschriften der Regierung führten auch zur verpflichtenden Anwendung des Kitemark auf Sicherheitsgurte und Schutzhelme, die Tests wurden in Hemel Hempstead durchgeführt.

1975 – 1997 Normen für Managementsysteme

Die weltweit erste Norm für die Qualität von Managementsystemen, BS 5750, wurde 1979 von BSI veröffentlicht. 1987 wurde sie von der ISO 9000-Serie internationaler Normen ersetzt, die vom BS 5750 inspiriert waren.

Die internationale Norm für die Qualität von Managementsystemen wurde 1994, 2000 und 2008 überarbeitet, sie stellte sich als weltweiter Erfolg heraus. Bis einschließlich 2009 wurden in 178 Ländern und Wirtschaftsgebieten mehr als 1 Million ISO 9001-Zertifikate (2000 und 2008 kombiniert) ausgestellt.

Der erfolgreichen Tradition des BS 5750 folgend veröffentlichte BSI 1992 die weltweit erste Norm für Umweltmanagementsysteme, BS 7750.

Der internationale Nachfolger, die ISO 14001, wurde 1996 veröffentlicht und 2004 überarbeitet. In den 13 Jahren seit ihrer Einführung wurde die Norm schnell von den Unternehmen übernommen – bis Ende 2009 waren in 159 Ländern und Wirtschaftsgebieten über 220.000 Zertifikate nach ISO 14001:2004 erteilt worden.

Die BSI Group expandierte auch international, 1991 wurde in Reston, Virginia, BSI Americas gegründet; der erste asiatische Standort wurde 1995 in Hongkong eröffnet.

Seit 1998

BSI wird 1998 nach Änderungen der Royal Charter global, und die BSI Group hat folgende Unternehmen übernommen:

  • CEEM, ein führender amerikanischer Anbieter von Schulungs- und Publikationsdienstleistungen für Managementsysteme, und
  • International Standards Certification Pte Ltd, eine in Singapur ansässige Zertifizierungsstelle.

Im Januar 2002 wurde die ISO-Registrierungsstelle von KPMG in Nordamerika übernommen, wodurch BSI Group zur größten Zertifizierungsstelle in Nordamerika wurde. 2003 übernahm BSI 100 Prozent von BSI Pacific Ltd, um die Durchdringung des Zertifizierungsmarktes im chinesischen Raum zu verfestigen.

BSI erwarb auch einen Anteil von 49 Prozent an British Standards Publishing Limited (BSPL) und realisierte einen neuen Vertrag zu Vertrieb, Distribution und Lizenzierung, um die Fähigkeit der Group zu erweitern, im Vereinigten Königreich und weltweit Normen für einen großen Bereich industrieller und kommerzieller Märkte anzubieten.

Im Jahr 2003 feierte BSI auch das 100-jährige Jubiläum von Kitemark und den Status einer Superbrand für B2B.

2004 erwarb die Group das Zertifizierungsgeschäft von KPMG in den Niederlanden – KPMG Certification B.V. – um Unternehmen in der Benelux-Region und dem übrigen Festland-Europa eine größere Bandbreite an Dienstleistungen anzubieten.

Im Jahr 2006 erwarb BSI:

das Geschäft von Greenall Barnard Associates Ltd unter dem Namen ASI-QS, ein im Vereinigten Königreich ansässiges Unternehmen, das sich auf Schulung zu und Implementierung von Six Sigma spezialisiert hat.

2008 erhielt das BSI Kitemark eigenständig den Status einer Superbrand und erreichte damit ebenfalls den Erfolg, den BSI in vier aufeinander folgenden Jahren hatte.

Im April 2009 erwarb BSI die Supply Chain Security Division von First Advantage Corporation, USA, und im Mai 2009 übernahm BSI Certification International S.r.l., Anbieter von Begutachtung und Zertifizierung von Managementsystemen in Italien. Darauf folgend übernahm BSI im August 2009 EUROCAT, das deutsche Unternehmen für Tests und Zertifizierungen im Gesundheitswesen.

2010 eröffnete BSI neue Standorte in Katar und Saudi-Arabien. Im März übernahm BSI die Gas-Zertifizierungsstelle GLCS, sie ist die führende Zertifizierungsstelle für gasbezogene Verbrauchergeräte im Vereinigten Königreich und gehört zu den drei wichtigsten in Europa. Ende des Jahres übernahm BSI das italienische Zertifizierungsgeschäft von BS Services Italia S.r.l (BSS), um seine Position auf dem drittgrößten Zertifizierungsmarkt für Managementsysteme weltweit zu stärken, und Systems Management Indonesia (SMI), um die Dienstleistungskapazität für die asiatischen Kunden zu erhöhen.

Als Ergebnis dieser strategischen Entscheidungen und durch mehr als ein Jahrhundert des Wachstums bietet BSI Group seinen Kunden jetzt ein umfassendes Portfolio von Geschäftsdienstleistungen an und hilft ihnen so, ihre Leistung zu steigern und weltweit wettbewerbsfähiger zu werden.